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Warum Du jeden Tag Mobility machen solltest

„Wenn es wichtig ist, mach es jeden Tag!“ Ein Spruch, der mir zurzeit viel im Kopf rumgeistert. Für Dinge, die uns wichtig sind, wie Mobility, sollten wir uns eigentlich jeden Tag Zeit nehmen. Dinge, die nicht wichtig genug sind, um sie jeden Tag zu machen, sollten wir am besten gleich ganz weglassen. Eine etwas extreme Sicht der Dinge, aber mir sehr sympathisch. Wir haben alle viel zu tun. Viele verschiedene Prioritäten kämpfen darum, einen Platz in unserem Terminkalender zu bekommen. Und dann ist da noch die Sache mit der Ruhe und Erholung… .

Da ist es hilfreich, sich zu fokussieren. Die Dinge, die wichtig sind, mehr zu machen und die anderen gleich ganz auszusortieren. Bewegung ist wichtig. Ohne Zweifel. Wie Ido Portal immer wieder betont, haben wir nicht die Wahl uns nicht zu bewegen. Wir können die Wahl treffen, keine bildenden Künstler zu sein. Oder keine Musik zu machen. Wir können anerkennen, dass andere in diesen Bereichen einfach mehr Talent haben als wir oder uns dafür entscheiden, dass diese Aktivitäten nicht zu unseren Prioritäten gehören. Wir können uns aber nicht dafür entscheiden, uns nicht zu bewegen. Wenn wir uns in der heutigen Zeit nicht aktiv mit Bewegung auseinandersetzen, leidet in der Konsequenz unsere Bewegungsqualität. Und damit unsere Lebensqualität.

Viele sind schon stolz darauf, dass sie zweimal in der Woche ins Fitnessstudio gehen und mit dem Rad zur Arbeit fahren. Während das mit Sicherheit besser ist, als gar nichts zu machen, ist es meistens noch lange nicht ausreichend. Und damit meine ich nicht, dass man mehr trainieren sollte.  Sondern dass diese spezialisierten Formen der Bewegung nicht ausreichen, um unseren sonst bewegungsarmen Alltag auszugleichen. Selbst bei einem optimalen Krafttraining werden bestimmte Bereiche des Körpers nicht optimal beweglich sein. Bestimmte  Muskeln werden einen zu hohen Tonus haben. Und unsere Bewegungen werden relativ ineffizient sein.

Das zu verhindern ist eine tägliche Aufgabe. Weil es dafür nicht Intensität braucht, sondern Konzentration und Regelmäßigkeit. Laut Kelly Starrett sollte jeder Mensch 20 Minuten am Tag für sein Mobility Training aufwenden. Das kann jeder. Man kann auch mit einer Übung beginnen. Wer täglich nur eine wichtige Übung durchführt, wird etwas verbessern. Und – noch wichtiger – er wird eine Gewohnheit erschaffen. Das ist das entscheidende. Es ist nämlich besser, fünf Minuten am Tag etwas zu machen, als die 20 Minuten, die man sich vorgenommen hat, nicht zu machen, weil man glaubt, nicht die Zeit zu haben. Der unperfekte Plan, den man durchzieht, ist besser als der perfekte Plan, den man nicht ausführt. Deshalb: Ansprüche runter schrauben und einfach machen!

Was man dabei macht, ist zunächst zweitrangig. Manche mögen Yoga, andere bevorzugen klassisches Stretching. Wieder andere führen Mobility Training nach Kelly Starret und Co. durch. Ich persönlich habe vor einigen Jahren Feldenkrais als fehlendes Teil meines Bewegungspuzzles entdeckt, benutze aber auch die oben genannten Methoden.

Die Frage ist, wo soll man starten? Vielleicht hattest Du mal nach einer Verletzung oder Operation Physiotherapie, und der Therapeut hat Dir ein paar Übungen mitgegeben, die Du regelmäßig machen sollst. Du hast sie aber vernachlässigt. Vielleicht hat Dir der Trainer im Fitness-Studio mal eine Übung für ein bestimmtes Problem gezeigt. Und dann gibt es da diese eine Dehnübung, die Dir immer so gut tut. Du machst sie aber nicht, weil andere Dinge vermeintlich wichtiger sind. Fang einfach mit diesen Sachen an. Oder auch nur mit einer davon. Du hast immer noch keine Ahnung, wie Du anfangen sollst? Dann führe Dir Deine Ziele vor Augen (Bessere Haltung? Weniger Schmerzen? Mehr Beweglichkeit in einem bestimmten Bereich) und informiere Dich darüber, wie Du sie erreichen kannst. Lies Bücher. Geh mal zum Yoga oder in die Feldenkrais-Stunde. Schau Dir Videos von Ido an zur Inspiration. Oder nimm Dir einen Personal Trainer. Hauptsache du machst es. Jeden Tag.

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